uma institut news oktober 2019

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uma institut NL 112019 Ausbildung Visionssuche Naturcoaching

Ratlosigkeit und Offenheit

 

Manche Pflanzenwesen sprechen sehr direkt zu uns. So erging es mir mit der Gestalt auf dem Foto. Ich sehe darin eine Frau, ja eher tanzende Zauberin. Sie hält die Arme nach oben, trägt Kopf und Krone sehr aufrecht und der Samenkapselkopf ist – leer. Sie hat alles gegeben, was es zu geben gab.

 

Bei ihrer Betrachtung fiel mir auf, dass die Geste der erhobenen Armen zweierlei bedeuten kann. Wir nehmen diese Pose ein, wenn wir bereit zum Empfangen sind. Und wir nehmen sie ein, wenn wir ratlos sind. Gehören diese beiden doch so unterschiedlich empfundenen Gefühlszustände etwa irgendwie zusammen?

 

Die Bräuche um den 1. November

Die Bräuche um den 1. November können uns etwas über Ratlosigkeit und Öffnung erzählen. Nach altem Kalender beginnt nun die Jahreszeit des Winters, der Dunkelheit, des Mysteriums. Alte Bräuche können uns dabei helfen (wenn wir hinter abwertende und angstmachende Verdrehungen blicken), uns den Dimensionen des Feinstofflichen und Jenseitigen zu öffnen. Wir besuchen nicht zufällig genau jetzt die Verstorbenen auf den Gräbern, weil das Gespräch mit ihnen jetzt, da die Nebel über die Felder ziehen, besonders einfach ist. Alte Orakelbräuche lassen auch Ahnungen der entstehenden Zukunft auftauchen.

 

Empfänglich ratlos sein

Wer sich öffnen will für Botschaften aus dieser «feinen Dimension» (gemeinhin auch Intuition genannt), der kann innerlich und durchaus auch äußerlich die Körperhaltung der Pflanze ein - und es gilt den Kopf zu leeren. Auf diese Weise empfänglich zu sein bedeutet nicht Unterwerfung, sondern Würde und Aufrichtigkeit.

 

Mit dem Gefühl der Ratlosigkeit mag das auf den ersten Blick nicht viel zu tun zu haben. Wenn wir ratlos sind, fühlen wir uns oft ohnmächtig, verzweifelt, geknickt, angefüllt mit Sorgen und Gedanken. Aber eigentlich sind wir in der Ratlosigkeit in einem sehr offenen Zustand, denn «wir wissen nicht». Die Kunst ist also, das Geschenk der Offenheit in der Ratlosigkeit zu erkennen und zu nutzen!

Ratlos können wir in persönlichen Umbruchsituation sein, und ebenso können wir kollektiv ratlos sein, wie es mit unserer Gesellschaft oder gar mit unserer Menschheit und unserer Erde weitergeht. Viele Menschen fühlen heutzutage eine solche Ratlosigkeit – ein zugleich schwieriger und wunderbarer Zustand.

 

Gerade der Jahreszeitenwechsel um den 1. November und insgesamt die Jahreszeit des Winters laden uns ein, gemeinsam ratlos zu sein, und dies auf würdevolle, aufrechte und in gutem Sinne leere und empfängliche Weise. Wir sind sicher, dass dann die Ratlosigkeit zu einem Tor zu neuen Ideen und klugen Botschaften wird! Die alten Bräuche verheißen es...

 

Der Naturgang am Ende dieses Newsletters lädt dich dazu ein, dich mit der «ratlosen Offenheit» anzufreunden.

 

 

 

Vortrag «Wandel in Umwelt und Gesellschaft und die Inspiration der Natur» in Zürich am 22. November 2019

Freitag, 22.11.2019, 18.30 bis ca. 20 Uhr, Ursula Seghezzi

Villa Rainhof, Zollikerstrasse 137, 8008 Zürich, beim botanischen Garten (Zugang am besten von der Zollikerstrasse her, da der Durchgang vom Botanischen Garten her schon geschlossen sein könnte). Eintritt frei (Kollekte), ohne Voranmeldung

 

Veränderung und Wandel (Klima, Umwelt, Gesellschaft, Lebensweisen) ist ein aktuelles Thema, aber auch eines, das die Menschheit immer wieder begleitete, herausforderte, ängstige – und zu mutigen und kreativen Lösungen anregte. In traditionellen Wissenssystemen finden wir häufig Bilder aus der Natur, die uns Wandel auf verschiedensten Ebenen spiegelt und erleben lässt (Jahreszeiten, Wetter, Naturereignisse, Naturgewalten, Lebenszyklen). Zirkuläre Lebensmodelle, Mythen, Jahreszeitenritualen und Bräuche sind Überlieferungen dieses alten Wissensschatzes. 

In diesem Vortrag geht es um das traditionelle Wissen unserer europäischen indigenen Vorfahren als Inspirationsquelle für drängende aktuelle Herausforderungen. Besonders der Bezug zur aktuellen Jahreszeit und den Pflanzenbräuchen öffnet eine neue Beziehung zu den so "not-wendigen" Qualitäten der dunklen Winterjahreszeit. 

 

Mehr Informationen hier

 

Der Naturtag-Workshop am 23.11. ist leider schon ausgebucht. Ein weiterer Workshop in der Schweiz ist für den Frühling geplant.

 

 

 

Neujahrsritual zur Jahreswende

Donnerstag Abend, 2.1. bis Sonntag Mittag, 5.1.2020

Auch wenn das Ende des Jahres noch weit weg scheint – es wird kommen. Und damit auch die Frage, wie bewusst das Verabschieden dieses Jahres mit all den Erfahrungen (welche gerade jetzt geschehen!) gelingt. Die rituelle Würdigung aller erfüllter Hoffnungen und ebenso aller bitteren Enttäuschungen an einem großen Feuer in Gemeinschaft mit anderen Menschen hat Kraft und macht frei für einen «Leertag», in dem das Neue erspürt werden kann. Ein Naturgang am letzten Seminarmorgen lässt den «Neujahrssatz» finden – ein symbolhafter Leitsatz für das kommende Jahr 2020.

 

Unser Neujahrsritual ist eine beliebte Winter-Auszeit mit Einzel-Naturgängen und gemeinsam erlebten Naturritualen.

 

Mehr Informationen findest du hier . Provisorische und definitive Anmeldungen nehmen wir hier gerne entgegen (aus Erfahrung ist das Neujahrsritual ab ca. Anfang Dezember ausgebucht). 

 

 

 

WaldZeit-Visionssuchen 2020

Juli-Gruppe: 4. - 15. Juli 2020

August 1-Gruppe: 1.- 12. August 2020 (fast ausgebucht)

August 2-Gruppe: 20.-31. August 2020

Definitive oder auch provisorische Anmeldungen für die WaldZeit-Visionssuchen in 2020 nehmen wir schon jetzt gerne entgegen.

Hier findest du Informationen zu unserer Art und dem Ablauf der WaldZeit in europäischer Tradition.

 

 

 

Buchtipp «WaldZeit – Visionssuche in europäischer Tradition»

Unser neuestes Buch «WaldZeit – Visionssuche in europäischer Tradition» (erschienen im Mai 2019) kannst du hier bestellen.

 

 

 

 

NATURGANG-IMPULS zum 1. November

 

Ratlose Offenheit

Dieser Naturgang lädt dich ein, dir deiner Ratlosigkeit bewusst zu werden und die öffnende Kraft, die darin liegt, zu erfahren.

 

Nimm dir für den Naturgang 2-3 Stunden Zeit (oder mehr). Stell dir einen Wecker auf die Rückkehr-Uhrzeit und ziehe los. Bau dir zu Beginn des Naturgangs eine Schwelle aus Naturmaterialien (Äste, Steine, Schneckenhäuser, Tannzapfen...). Über diese Schwelle kehrst du am Ende auch wieder zurück und löst sie auf.

 

Vorbereitung:

Bevor du die Schwelle ins Zauberland übertrittst, setz dich hin und denke nach/spüre nach, in welchen Bereichen im Leben du dich ratlos fühlst. (Unterscheide, ob du dich nur ratlos fühlst oder ob du eigentlich eine Lösung/einen nächsten Schritt wüsstest, aber bisher zu feige oder zu bequem warst, diesen Schritt zu gehen. In diesem Falle suche ein neues Feld der Ratlosigkeit – ein Bereich in deinem Leben, in dem du schon viel gegeben hast, aber noch nichts daraus gediehen ist, jedenfalls nicht so, wie du es wolltest/dir vorgestellt hast.) Je konkreter du diese Situation benennen kannst (angesichts eines Verlustes im Leben, angesichts anstehender Veränderungen, angesichts der Klimasituation... umso besser. Fühle den Schmerz, der in dieser Ratlosigkeit liegt.

 

„Geh mit diesem Gefühl der Ratlosigkeit über die Schwelle und finde nach einer Weile ein Symbol dafür. Geh mit dem Symbol deiner Ratlosigkeit durch den Wald und SEI einfach damit.

Begegne nun nacheinander unterschiedlichen Naturwesen (einem Baum, einem Stein, einem Tier, dem Wind, dem Geist einer Waldlichtung...) und erzähle LAUT und aufrichtig, aufrecht und ehrlich von deiner ratlosen Situation. Dann lausche mit leerem Kopf und offenem Herzen... Was geschieht?»

 

Herzliche Grüße aus dem Norden Deutschland, wo sich die Tage nun deutlich der Dunkelheit zuneigen...

 

Ursula und David

 


Impressum: uma institut – transformation in natura® Ursula Seghezzi, USt-ID:DE290408243; Beseland 7, D-29459 Clenze, Festnetz: +49 (0)5844 976 62 09, Email: info [at] umainstitut.net

 

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