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Introbild Formation von Manfred Antranias Zimmer

Mit dem magischen Flug der Gans...

 

Wir sind über die Schwelle des 1. Novembers getreten. Nach altem Kalender beginnt nun die Jahreszeit des Winters, wo alles eingeht in den Schoss der Erdenmutter und daraus im Frühling gewandelt und erneuert wieder hervorkommt. In den mitteleuropäischen Märchen heisst die Erdenmutter oft «Frau Holle». Ihr sind auch jene Tiere gewidmet, die jetzt im November hier in Norddeutschland über den Himmel ziehen: die Gänse.

 

In geordneter Flugformation ziehen die Wildgänse schnatternd fort. Ergriffen geht der Blick zum Himmel: Wohin sie wohl ziehen mögen?

 

In alter Mythologie stehen die Gänse nicht nur für den realen Winterflug, sondern auch für den magischen Flug: Sie fliegen ins Land der Seele, heim zur Holle, dorthin wo wir herkamen und wieder hingehen, dorthin, wo die Ahnen wohnen, dorthin, wo das Zukünftige entsteht, dorthin, wo das Geheimnis und die Schöpferkraft wohnen. Wer nach altem Brauchtum (das dann auf den christlichen Sankt Martin übergegangen ist) eine Gans isst, hat Anteil an diesem magischen Flug. Gewürzt wird die Speise mit Beifusskraut, was einerseits bei der Verdauung hilft, aber andererseits eben auch das hiesige Räucherkraut ist, das den Seelenflug unterstützt.

 

Letzten November entstand ein Lied, das die Sehnsucht nach diesem magischen Flug beschreibt:

 

 

 
 
Es fliegen, es fliegen die Gänse
Ursula Seghezzi, November 2020
 
 
Es fliegen, es fliegen die Gänse,
zu Tausenden fliegen sie dahin.
Ins Abendrot fliegen die Gänse,
sie fliegen, was weiss ich, wohin?

 

Ich flieg mit, ich flieg mit, mit den Gänsen,
ganz mutig am Himmel dahin.
Ich fliege hinaus über das, was ich kenne,
ich flieg mit den Gänsen dorthin!

 

Weitere Jahreszeitenlieder von Ursula Seghezzi

 

 

 

«Hinaus über das, was ich kenne» – heute wichtiger denn je?

Gesellschaftlich (be)kümmert uns die Verhärtung der Meinungen rund um den Umgang mit der Pandemie. Eine Meinung zu haben ist notwendig, aber das Beharren auf der eigenen Meinung, das fehlende Mitgefühl für Menschen anderer Meinung und die Abwertung «des Anderen» sind das Problem. So entsteht nicht Respekt, sondern Spaltung. In unserem Lebensrad – das an die Jahreszeiten angelehnt ist – bedeutet der 1. November, dass wir die Identifizierung mit unseren Meinungen preisgeben, um im «Land des Winters» die dahinterliegende Einheit zu erfahren. Die Gans ist – im naturmystischen Sinn - das «Flugtier», das uns in diese Welt bringt hinter die Meinungen, in die Welt des Seins, der Verbundenheit, des Ursprungs von allem (sowohl von unterschiedlichen Menschenmeinungen wie auch von den Viren...). Da, wo ALLES aufgehoben ist im Kessel von «Mutter Erde». Da, wo wir vielleicht zu neuen Inspirationen und Erkenntnissen kommen, wie die Spaltung überwunden werden kann. Der Flugpreis, den wir zu bezahlen haben, ist genau das (verbissene) Beharren auf der eigenen Ansicht...

 

Der Naturgang am Ende des Newsletters lädt dich ein, zuerst herauszufinden, was du kennst (denn meist ist die emotionale Basis, auf der die eigene Meinung basiert, unbewusst!). Dann erfolgt die Einladung, über das, was du bereits kennst, hinauszufliegen... Was erfährst du dort?

 

 

 

Publikationen

 

Neuerscheinung: Illustriertes (Kinder-)Buch «Frau Holle und die Goldtochter»

Gerne weisen wir nochmals hin auf unser neuestes Buch. Das alte Märchen von der Frau Holle ist neu erzählt von Ursula Seghezzi und illustriert von Christa Unzner – als  Band 2 der Reihe «angstfreie Märchen». Diese Neuerscheinung kann – wie auch schon Band 1 «Rotkäppchen auf Wolfsreise» - direkt bei uns bestellt werden.

Ein Buch für Kinder und Erwachsene!

 

 

buchcover frau holle und die goldtochter von ursula seghezzi bilder christa unzner uma institut

 

 

 

Rituale am uma institut

 

Neujahrsritual

Donnerstag, 6. Januar bis Sonntag, 9. Januar 2022 in Beseland/Deutschland

Aufgrund unserer Elternzeit finden nur wenige Seminare statt. Das Neujahrsritual ist die nächste Gelegenheit, mit uns ein Ritual zu feiern und unsere Arbeit und unseren Ort kennen zu lernen.

 

Du verabschiedest bewusst alle Erfahrungen, die du in diesem Jahre gemacht hast. Die rituelle Würdigung aller erfüllter Hoffnungen und ebenso aller bitteren Enttäuschungen hat Kraft und macht frei für einen «Leertag», in dem das Neue erspürt werden kann. Ein Naturgang am letzten Seminarmorgen lässt den «Neujahrssatz» finden – ein symbolhafter Leitsatz für das kommende Jahr 2022.

Unser Neujahrsritual ist eine beliebte Winter-Auszeit mit Einzel-Naturgängen und gemeinsam gestalteten Naturritualen.

 

Details und mehr Informationen zum Neujahrsritual findest du hier.  Anmeldungen nehmen wir hier gerne entgegen (es gibt aktuell noch 4 Plätze).

 

 

 

NATURGANG-IMPULS zum 1. November

 

Über das Bekannte hinausfliegen

Dieser Impuls lädt dich ein, dich für das «noch-nicht-Gewusste» zu öffnen, und dies mit allen Sinnen in Beziehung zur Natur und zur jetzt beginnenden Winter-Jahreszeit. Du kannst ihn – wie unten beschrieben – ganz gezielt auf die jetzige Pandemie-Situation und die gesellschaftlichen Regelungen beziehen. Oder du wählst ganz frei ein Thema, das dich beschäftigt. Der Impuls hat mehrere Stationen (s.u.).

 

Nimm dir für den Naturgang 2-3 Stunden Zeit (oder mehr). Stell dir einen Wecker auf die Rückkehr-Uhrzeit und ziehe los (dann musst du nicht ständig auf die Uhr schauen). Bau dir zu Beginn des Naturgangs eine Schwelle aus Naturmaterialien (Äste, Steine, Schneckenhäuser, Laub, Gräser...). Werde dir vor dem Schwellenübertritt bewusst, dass du mit diesem Schwellengang (nach altem Kalender) von der Jahreszeit des Herbstes in den Winter wechselst.

 

Verweile an der Schwelle noch einen Moment und gehe in dich:

Welche klare Meinung hast du zur Pandemie, den Corona-Regelungen, dem Impfen etc. (befürwortend oder ablehnend)? Finde an der Schwelle ein Symbol für deine Meinung und nimm es mit.

 

Der Impuls lautet:

«Nach deinem Schwellenübertritt widmest du dich deinem ‘Meinungs-Symbol’. Untersuche es mit Augen und Händen und bewege dabei die Frage: Welche Sorge oder gar Angst steckt hinter meiner Meinung? Fühle die Angst in deinem Körper und benenne sie laut.

  • Verbinde dich dann bewusst mit den Gänsen (oder anderen Vögeln, die du vielleicht über dir sehen kannst oder von denen du weißt, dass sie über dir fliegen).
  • Wecke in dir den Mut, über das dir Bekannte hinauszufliegen.
  • Lege bewusst deinen Meinungsstock samt der Angst nieder

Innerlich fliegst du nun mit den Vögeln und physisch läufst du auf der Erde weiter in ein unbekanntes Gebiet (selbst wenn du den Wald kennst, wirst du auf dir noch nicht Bekanntes stossen). Was zeigt sich dir da?»

 

Zurück an der Schwelle formulierst du die Botschaft, die aus deinem Erleben mit zurück in den Alltag kommt und schlägst den Bogen zu deiner ursprünglichen Meinung. Wie hat die Naturerfahrung deine Meinung erweitert oder verändert?

 

 

Aus dem Land der Wildgänse und des Nebels und der Dunkelheit senden wir herzliche Novembergrüße

 

Ursula und David

 

 

Bildnachweis: Introbild von Manfred Antranias Zimmer, Pixabay.

 


Impressum: uma institut – transformation in natura® Ursula Seghezzi, USt-ID:DE290408243; Beseland 7, D-29459 Clenze, Festnetz: +49 (0)5844 976 62 09, Email: info@umainstitut.net

 

Datenschutz-Richtlinie

 

Unser Newsletter „uma institut news“ erscheint acht Mal im Jahr zu den Jahreszeitenübergängen. Als Abonnent erhältst du aktuelle Mitteilungen über unsere Ausbildungen und Seminare sowie Angebote zu Naturcoaching, Visionssuche und Ritualgestaltung nach europäischer Tradition.

 

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