uma institut news maerz 2021

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uma institut NL 022021 Foto: Weiterbildung Visionssuche Naturcoaching.

Perspektiven weiten

 

Dieser Newsletter ist der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche gewidmet, die wir soeben am 21. März überschritten haben. Wir wandern im Jahreskreis von der unteren Jahreshälfte in die obere Jahreshälfte und die Tag-und-Nacht-Gleiche kann sich anfühlen wie ein Nadelöhr: Altes, Bisheriges, Ausgedientes will abgestreift werden, damit eine Weitung in eine neue Lebensrunde gelingen kann. Die schützende Hülle will gesprengt werden, damit Lebendiges sichtbar zu wachsen vermag. Dabei darf die Verbindung zur Tiefe und zu den Wurzeln nicht verloren gehen, im Gegenteil, die Ausdehnung im Wachsen geschieht – das lernen wir von den Pflanzen – immer in beide Richtungen. Nach unten und nach oben in gleichem Maße.

 

Dieses Frühlingsnadelöhr birgt die Chance – gerade auch jetzt, in dieser schwierigen Phase der Pandemie mit ihren von außen vorgegebenen Einschränkungen – dass wir unseren «Kopf aus dem Sand» strecken und unsere Perspektive weiten. Dass wir uns aufrichten und die Situation aus allen möglichen Blickwinkeln betrachten. Dass wir das zu enge Denken, zu festgefahrene Meinungen und ausgediente Sprachformen abstreifen und uns frei machen. Nicht zuletzt darum, um in der gefühlten politischen Perspektivlosigkeit wieder Perspektive und den Blick «nach vorne» zu gewinnen. Denn ohne ein gesundes Bild ist es schwer, sich in mehr Lebendigkeit zu entfalten.

 

Woher gewinnen wir also Perspektive und Orientierung? Wir haben ein Gespräch zwischen Natur und Naturwissenschaft gewagt.

 

 

 

Die Pandemie ist nicht außen, die Pandemie sind wir – eine Co-Evolution zwischen Menschen und Viren

 

Ein kreatives Gespräch mit der Naturheilpraktikerin und Biologin Petra Kamb

Am 22.3. haben wir mit Petra ein Interview geführt und dabei gemeinsam und aus natur- und naturwissenschaftlicher Perspektive erkundet, wo wir in der Pandemie stehen, warum Lockdown keine Strategie für einen Marathon ist, welche Herausforderungen und Chancen die «Brückenzeit» bietet, welche Rolle die Impfung darin spielen kann, wer eigentlich «das Virus» ist, was Co-Existenz und Co-Evolution bedeuten und dass die Frühlingszeit uns auffordert, persönlich wie gesellschaftlich die Starre abzustreifen und in großer Vielfalt experimentier-lustig zu werden...

 

Das Interview selbst ist eine kleine Reise durch das Transformationsrad. Es analysiert die Situation (Herbst), danach wollen wir verstehen, was eine Pandemie macht und dass sie nicht ausserhalb, sondern innerhalb von uns Menschen stattfindet, und dann mäandert das Gespräch irgendwohin, wo wir alle nicht genau wissen, über was wir nun genau reden, uns aber dennoch immer wieder zu verbinden suchen (Winter) und dann nimmt das Gespräch am Ende plötzlich kreativ Fahrt auf und führt zu neuen Erkenntnissen (Frühling). Wir haben es ungeschnitten so belassen, um euch auf diese Reise mitzunehmen und nicht nur über das WAS wir sprechen zu inspirieren, sondern auch über dieses WIE – herumstochern und stottern, bis die Frühlingskraft uns kreativ beatmet.

 

(Und ja, manches ist sicher zu oberflächlich behandelt, anderes zu banal, bei anderem mag es unkritisch herüberkommen, als würden wir eine Position beziehen (pro oder contra Impfen z.B.) – das ist die Art des ungeschminkten spontanen Interviews, das immer unperfekt ist. Um was wir ringen, ist nicht Position oder ein Gegen-oder-für-etwas-sein, sondern um sowohl-als-auch und eine erweiterte Perspektive. Wir freuen uns, wenn du deine Reaktion teilen magst und bitten gleichzeitig um Verständnis, wenn es uns aus zeitlichen Gründen nicht gelingt, einen Austausch mit allen schriftlich weiter zu führen).

 

 

 

 

Frühlingsschwung durch Poesie

 

Im letzten Newsletter zum Frühlingsanfang am 1. Februar haben wir nach dem Naturgangimpuls eingeladen, uns eure Gedichte zuzusenden – hier sind sie.

Was steckt als kollektive Weisheit in den Frühlingsgedichten? Im Einzelnen mögen die Gedichte unterschiedliche Erfahrungen widerspiegeln. Wenn man die Gedichte aber nacheinander mit offenem Herzen liest, dann weht ein grosser Hauch Lebendigkeit und Schwung entgegen!
 

Du findest hier die Frühlingsgedichte als PDF-Dokument oder auf unserem Blog im Blogartikel "Frühlingsschwung durch Poesie" .

 

Ein großer Dank an alle Frühlings-Poet*innen – auf dass uns gerade jetzt in den gesellschaftlichen Einschränkungen die Lebendigkeit nicht abhanden kommt. Niemand kann sie uns nehmen, denn Lebendigkeit kommt nicht aus dem menschlichen, sondern aus dem mehr-als-menschlichen Zusammensein!

 

 

 

Radiosendung zum europäischen Lebensrad

 

Das europäische Medizinrad. Die Rekonstruktion vorchristlicher Kreiskulturen

Am 19.3.2021 strahlte der Hessische Rundfunk diese 25-minütige Sendung von Geseko von Lüpke aus, in der Ursula mit ihren Forschungen zum europäischen Lebensrad mitwirkte. Hier zu hören.

 

 

 

Freie Plätze in der WaldZeit-Visionssuche im September 2021

 

Vom 4. bis 15. September 2021 findet hier bei uns in Beseland eine WaldZeit statt.

Wir freuen uns, dafür die Platzhüter*innen zu sein und manche von euch wiederzusehen oder neu kennen zu lernen. Geleitet wird die WaldZeit nicht von uns, sondern von den bei uns ausgebildeten, erfahrenen WaldZeitleiter*innen Peter Bergner und Céline Fitzé.
Mehr Infos zur WaldZeit und der Leitung hier

 

Die von uns geleiteten Waldzeiten im Mai und Juni sind mit Warteliste bereits ausgebucht. Falls du dieses Jahr ein WaldZeit machen möchtest, der Termin im September aber nicht passen sollte, melde dich bei uns. Wir helfen weiter und vermitteln gerne WaldZeiten-Gruppen aus unserem Netz.

 

 

 

Ausbildung in naturzyklischer Prozessgestaltung 2022 – 23

 

Die neuen Termine werden demnächst festgelegt

Wir haben es aufgrund hohen Arbeitsaufkommens noch nicht geschafft, die Termine bis 2023 festzulegen, wollen dies aber auf jeden Fall bis zum nächsten Newsletter Anfang Mai tun.

 

Wer bereits vorher Interesse an der Ausbildung hat, kann die bisherige Detailbroschüre hier bestellen und sich damit bei uns melden, sodass wir die Termine bereits vorher zusenden können.

 

 

 

NATURGANG-IMPULS zum 21. März

 

Frühling – sich mit dem Lebenswillen und der Lebensverletzlichkeit verbinden

Dieser Impuls lädt dich ein, dich mit der Frühlingskraft und Lebendigkeit, die jetzt in der Natur zusehends spürbar wird, zu verbinden. Geh – eigentlich wie immer bei Naturgängen – diesmal ganz bewusst mit deiner ganzen Sinnlichkeit, Körperlichkeit und Berührbarkeit in Kontakt mit den Naturwesen, der Erde und den Elementen. Jetzt, da die Kontaktbeschränkungen wieder zunehmen, geh ganz bewusst in sinnlichen, nahen Kontakt mit den Naturwesen und schau, was dies mit dir macht.

 

In diesem Kontakt wirst du dich mit deinem Lebenswillen (und dem Lebenswillen aller anderer Wesen) verbinden und auch deiner Verletzlichkeit (und der Verletzlichkeit aller Wesen) gewahr. «Sicherheit» gibt es nicht im Leben. Aber Lebendigkeit sehr wohl.

 

Für diesen Naturgang hast du drei Möglichkeiten:

  • Du verbindest dich im selben Naturgang nacheinander mit dem Lebenswillen wie mit der Verletzlichkeit (so wie unten im Impuls beschrieben).
  • Oder du wählst nur einen Aspekt aus – den Lebenswillen oder die Verletzlichkeit und erkundest diesen Aspekt mit allen Sinnen
  • Oder du machst zwei Naturgänge daraus und erkundest im einen den Lebenswillen und im anderen die Verletzlichkeit und spürst beider Wirkung nach.

 

Nimm dir für den Naturgang 2-3 Stunden Zeit (oder mehr). Stell dir einen Wecker auf die Rückkehr-Uhrzeit und ziehe los (dann musst du nicht ständig auf die Uhr schauen). Bau dir zu Beginn des Naturgangs eine Schwelle aus Naturmaterialien (Äste, Steine, Schneckenhäuser, Tannzapfen, oder du trittst Laub zur Seite...). Werde dir vor dem Schwellenübertritt bewusst, dass du mit diesem Schwellengang die Schwelle von der unteren Jahreshälfte in die obere Jahreshälfte überschreiten wirst.

 

 

Der Impuls lautet:
«Geh über die Schwelle und sei ganz sinnlich – rieche bewusst, schmecke und schlecke bewusst, fühle und taste bewusst, berühre mit deinem ganzen Körper die Erde und ihre Wesen bewusst, bewege dich bewusst...

 

Verbinde dich dann mit deinem Lebenswillen und spüre deine Vitalität (vielleicht taucht erst auch das Gegenteil davon auf, dann geh damit). Dann dehne deine Wahrnehmung aus und nimm wahr, auf welche Weise in jedem Lebewesen dieser unbändige Lebenswille steckt. Wenn du magst, kannst du deine Wahrnehmung auch bis zum Lebenswillen von Viren ausdehnen.

 

Dann werde deiner eigenen Verletzlichkeit gewahr und dehne dann deine Wahrnehmung aus, sodass du die Verletzlichkeit in allen Lebewesen deiner Umgebung wahrnehmen kannst. Wenn du magst, kann du deine Wahrnehmung auch bis zur Verletzlichkeit von Viren ausdehnen.

 

Was für ein Gefühl stellt sich am Ende ein?»

 

 

So grüßen wir von Herzen und wünschen uns allen viel Lebendigkeit in diesem besonderen Frühling – möge sie sich still oder wild äussern!

 

Ursula und David

 

 

 

 


Impressum: uma institut – transformation in natura® Ursula Seghezzi, USt-ID:DE290408243; Beseland 7, D-29459 Clenze, Festnetz: +49 (0)5844 976 62 09, Email: info [at] umainstitut.net

 

Datenschutz-Richtlinie

 

Unser Newsletter „uma institut news“ erscheint acht Mal im Jahr zu den Jahreszeitenübergängen. Als Abonnent erhältst du aktuelle Mitteilungen über unsere Ausbildungen und Seminare sowie Angebote zu Naturcoaching, Visionssuche und Ritualgestaltung nach europäischer Tradition.

 

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