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uma institut NL 062020 Weiterbildung Visionssuche Naturcoaching

Lebensdienliches Wirken aus Lebenslust

 

Dieser Newsletter ist dem 21.Juni gewidmet und beschäftigt sich mit den alten Feuerbräuchen zur Sommersonnenwende. Informationen zu unseren WaldZeit-Visionssuchen und unserer Ausbildung findest du weiter unten.  

 

Die Videos zur Corona-Transformationsreise

Wir freuen uns, dass wir zu diesem Jahreshöchstpunkt unsere Corona-Transformationsreise mit unseren Videos vollendet haben. Wir haben uns seit März in sechs aufeinander folgenden Videos mit der Frage beschäftigt, welche Stationen eine Transformationsreise hat, wenn sie von uns als ganzer Gesellschaft durchlaufen wird. Die letzten beiden Videos erzählen von einem möglichen «neuen Frühling» (Video 5) und «vom Frühling in einen neuen, lebensdienlicheren Sommer» (Video 6)

 

Wir wünschen viel Inspiration und Bekräftigung und freuen uns, wenn die Videos durch euch auch anderen Menschen zugänglich gemacht werden.

 

Die Welt wird nicht durch Kampf lebensdienlicher ...

Das glauben wir zumindest... für eine «bessere» = naturverbundene und enkeltaugliche Welt zu kämpfen ist eine wichtige Station auf der Transformationsreise. Aber Kampf ist nicht die Schwingung, aus der wirklich gelungenes Neues entstehen kann. Wenn wir uns über den Kampf hinaus mit der Quelle des Lebendigen verbinden und dort von der Lust am Leben kosten, ist genug Kraft da, dem Fortgang des Lebens auf lebensdienliche Weise zu dienen. Denn die Lebenslust ist der Motor aller Veränderung!

 

Mittsommerbräuche und Lebenslust

Die Mittsommerbräuche zu Mittsommer feiern die pure Lebenslust. Liebe, Rausch und die Vereinigung mit den Naturkräften, die in ihrer vollen Blüte stehen, stehen im Mittelpunkt. So wie am Himmel die Sonne nun am Höchsten steht, findet sich im rituellen Sonnwendfeuer auf der Erde die gebündelte Kraft und Freude wieder. Das lodernde Feuer zu überspringen bringt diese Naturkraft über das Becken in unsere Körper. Paarweise das Feuer zu überspringen weckt die Fruchtbarkeit für den Fortgang des Lebens. Im christlichen Brauchtum wurde das heidnische Mittsommerfest auf den Johannes den Täufer übertragen, weshalb man ab dann vom «Johannisfeuer» spricht. Bildlich-symbolisch übernimmt der geköpfte Johannes aber nur das naturpoetische Bild, wonach die Sonne nach der Mittsommerwende nach und nach «den Kopf verliert», die Feuerkräfte also wieder schwinden.

 

Die Mutter aller Kräuter stärkt die Lebenskraft

Neben dem zum Kranz geflochtenen Johanniskraut spielt der Beifuss in den Mittsommerbräuchen die zentrale Rolle. Mit ihm wird geräuchert und die Beifussstängel werden zu einem Gürtel geflochten um die Hüfte gelegt.

 

Diese unscheinbare Pflanze, die in unserem Garten (Foto) überall von alleine wächst, trägt eine enorme Kraft in sich. In Europa findet sich dieses Heilkraut schon bei jungsteinzeitlichen Funden (z.B. bei Lascaux, um 17'000 v.d.Z.), in der griechischen Antike ist sie der Göttin Artemis geweiht (deshalb ihr lateinischer Name artemisia). In der chinesischen Medizin wird das Kraut (Moxa) zur Therapie von Kältezuständen und bei Blockaden eingesetzt und auch in den Riten der Native Americans spielt der Beifuss (unter dem Namen «weißer Salbei» white sage) eine zentrale Rolle. Der Beifuss ist nicht nur die Mutter aller Kräuter, sondern auch das Kraut aller Mütter, denn es unterstützt bei Menstruation und Geburt.

 

Generell ist das Kraut heilig und heiligend, d.h. alles was mit ihm in Berührung kommt, wird heilig. Wer sich mit dem Pflanzengeist beräuchert oder abreibt, wird frei zu «fliegen», d.h. schamanisch zu reisen. Der Beifuss vermag

gestaute Energien in Fluss zu bringen und wirkt reinigend auf alles, was krank macht. Diese Wirkung entsteht, weil der Beifuss wärmt (einer seiner weiteren Namen ist Mugwurz, von kelt. mug = warm). Er bringt eben die Wärme dorthin, wo etwas angespannt ist. Und wer entspannt und weniger blockiert ist, ist weniger anfällig für Krankheiten...

 

Corona, Lebensfreude, Beifuss und Sommersonnwende...

Wenn wir die alten Bräuche nicht nur retroromantisch feiern, sondern sie in der heutigen Zeit feiern und mit den Ereignissen zu Mittsommer in diesem konkreten Jahr 2020 in Verbindung bringen, dann stoßen sie uns auf ganz unterschiedliche Themen:

  • Wie steht es eigentlich, gerade angesichts des Corona-Virus, um die Stärkung unseres Immunsystems? Darüber wird in den Medien wenig gesprochen. Vielleicht weil die Stärkung des Immunsystems immer mit der Frage zusammenhängt:
  • Wie steht es eigentlich um unsere Blockaden? Wo sind wir persönlich, aber auch als ganze Gesellschaft blockiert? Welche Themen müssten längst in Fluss gebracht werden? Diese Auseinandersetzung bringt uns zur nächsten Frage:
  • Wie steht es eigentlich um unsere Lebensfreude und Lebenslust? Ist sie durch Blockaden und Ängste so klein geschrumpft, dass wir sie oft gar nicht mehr wahrnehmen? Sodass sie nicht mehr unser Aufstehen am Morgen beflügelt, unser Beisammensein mit anderen Menschen nährt, unser Mitfühlen mit unseren Naturgeschwistern fördert, unser Tun leitet, das stille Danken zum Tagesende führt?
  • Erlauben wir uns (können wir es uns überhaupt vorstellen?), dass ein Kraut uns helfen kann, diese Lebendigkeit in uns zu wecken, in unserem Becken, in unserem Herzen, in unserem Geist? Dass eine tiefe Verbindung zu einem unscheinbaren Heilkraut uns an die Lust am Leben, auch und gerade angesichts so vieler Schwierigkeiten, anzubinden vermag? Und wie tut es das?
  • Wie mag sich das Leben anfühlen (der eigene konkrete Lebensalltag, aber auch das gesellschaftliche Leben), wenn dieses Kraut die künstliche Trennung zwischen profan und heilig aufhebt? Was ändert sich, wenn wir das Leben und unser Tun darin als heiligen Akt erfahren? Wenn wir das Leben aller Pflanzen, der Tiere, der Landschaft, in der wir leben, als heilig wahrnehmen?
  • Welches Bild von heilig zeichnet diese unscheinbare Pflanze? Nichts abgehoben abgesondertes, nichts Aufgeblähtes Auffälliges, Abgegrenztes, sondern eben das Unscheinbare, Beiläufige, scheinbar Nebensächliche birgt Heiligkeit. Heil im Sinne von Heil, ganz, ganzheitlich, warm, hell, rein, stark. Jedes Wesen ist zu diesem heiligen Sein ge- und berufen.

 

Der Naturgang am Ende dieses Newsletters lädt dich dazu ein, deine eigene Heiligkeit in der Heiligkeit der Natur zu feiern.

 

 

 

WaldZeit-Visionssuchen 2020

Unter Corona-Auflagen werden wir die drei Gruppen diesen Sommer in den Wäldern nahe unseres Seminarhaues durchführen. Derzeit sind alle Gruppen ausgebucht. Wir vermitteln aber gerne an von uns ausgebildete WaldZeit-Leitende.

 

 

 

WaldZeit-Visionssuchen 2021

Solltest du für nächstes Jahr Interesse an einer WaldZeit haben, dann melde dich bei uns mit einer provisorischen oder definitiven Anmeldung für unsere WaldZeit-Visionssuchen an. 

 

Juni-Gruppe: 10. – 21. Juni 2021
August 1-Gruppe: 30.7. – 10. August 2021

August 2-Gruppe: 18. – 29. August 2021

 

Informationen zu unserer Art und dem Ablauf der WaldZeit in europäischer Tradition.

Wir vergeben die Plätze vorzugweise an solche, die sich für die nächste Naturzyklische Ausbildung angemeldet haben oder dies planen.

 

 

 

Ausbildung «Naturzyklische Lebens- und Prozessbegleitung»

Die nächste Ausbildungsgruppe 2021-22 startet ab März 2021
Die Detailbroschüre für unsere Ausbildung kannst du hier kostenlos bestellen.

 

Intensive eigene Naturerfahrungen während der Ausbildung, die Vermittlung von geschichtlichem Wissen und Kenntnis über die europäische Mythologie, das Erlernen der unterschiedlichen Facetten des Lebenskompasses, die Reflexion unserer heutigen Lebensweise und viele praktische naturmystische Übungen befähigen dich dazu, dass du am Ende der 6 Module andere Menschen, Gruppen und Teams als Naturcoach, mit Naturritualen und in Wandlungsprozessen begleiten kannst. Erweiterungen in WaldZeit-Leitung, Mythodrama und naturzyklischer Prozessbegleitung für Teams stehen dir offen. Die naturmystischen Erfahrungen und kulturkritischen Erkenntnisse werden dich in deinem Alltag stärker an den natürlichen Lebensfluss anbinden und dir ermöglichen, mit dir, deinen Mitmenschen und der natürlichen Welt immer tiefer in Beziehung zu sein. Außerdem wird dir die Kenntnis des Transformationsrades und die Verbindung zur Natur stärken und befähigen, gesellschaftliche Prozesse aktiv hin zu einer lebensdienlicherem Wirken mit zugestalten.

 

Bei Interesse empfiehlt sich eine baldige Meldung, die nächste Gruppe wird so wie es momentan aussieht im Herbst ausgebucht sein.

 

 

 

NATURGANG-IMPULS zum 21. Juni

 

Heilige Freude!

Dieser Naturgangimpuls basiert auf dem alten Sommersondwend-Brauch des Feuers und des Räucherns/Abreibens mit Beifuss, bzw. des Tanzens mit einem Beifussgürtel.

 

Wir schreiben zwei Varianten eines Naturrituals auf, eines mit Feuer und Beifuss und eines ohne Feuer und ohne Beifuss. Es haben ja vielleicht nicht alle die Möglichkeit, ein Feuer zu entzünden und Beifuss zu finden...

 

 

Naturritual mit Feuer und Beifuss

Gestalte das Ritual (alleine oder mit anderen) mit einem klaren Anfang und Ende. Es bietet sich an, mit getrocknetem Beifuss zu räuchern (ein Häufchen stark in der Handfläche reiben und zu einer Kugel formen). Als Vorbereitung oder als Teil des Rituals wird frischer Beifuss gesammelt und zu einem Gürtel geflochten. Geh während dieser Handlung in Verbindung mit diesem Pflanzenwesen und höre/spüre/fühle/sehe, was sie dir über die Heiligkeit des Lebens verrät. Gieße diese Erkenntnis in einen Satz und binde dir mit diesem Satz den Beifussgürtel um. Entzünde nun das Mittsommerfeuer, indem du eine innere Verbindung zwischen der hohen Sonne und dem Erdenfeuer herstellst. Spring mit deinem Gürtel unter lautem Aussprechens des Satzes (mehrmals?) über das lodernde Feuer. Was geschieht? Beende das Ritual mit einem klaren Ende (z.B. danken und nochmals räuchern).

 

P.S. In den Bräuchen steht manchmal: sie waren nur «mit den vier Winden und einem Beifussgürtel bekleidet». Vielleicht liegt in der Verbindung mit deinem nackten Körper in Bezug auf die Lebensfreude/Lebenslust nochmals eine besondere Herausforderung/ein besonderer Schatz?

 

 

Naturgang zur Sommersonnwende ohne Feuer und Beifuss

Bau dir zu Beginn eine Schwelle aus Naturmaterial und überschreite sie bewusst. Du betrittst nun das Sommersonnwendland. Wenn du es bis zum Ende des Naturgangs durchschritten hast, wird sich ab dann die Sonne senken. Irgendwo im Sonnersonnwendland befindet sich der Platz deiner Lebenslust. Ist er einfach zu finden? Oder ganz verborgen? Musst du, um dahin zu gelangen, durch eine Trauerschlucht? Oder fordert ein Bach das Loslassen? Wenn sich ein Platz zeigt und du dich fragst, ob das der Platz deiner Lebenslust ist, lautet die Antwort «ja». Werte nicht, sondern erkunde die spezifische Qualität der Lust auf Leben an diesem Ort. Wenn du Räuchersachen dabei hast (getrockneten Beifuss oder anderes), dann räuchere dich und stelle dich nun bewusst als heiliges Wesen in einen heiligen Raum. Wie verändert sich deine Wahrnehmung? Gehe behutsam zur Schwelle zurück und löse sie hinter dir auf.»

 

 

Wir senden warme lebenlustige Grüße aus unserem Blumenblütenparadies.

 

Ursula und David

 

 

 

 


Impressum: uma institut – transformation in natura® Ursula Seghezzi, USt-ID:DE290408243; Beseland 7, D-29459 Clenze, Festnetz: +49 (0)5844 976 62 09, Email: info [at] umainstitut.net

 

Datenschutz-Richtlinie

 

Unser Newsletter „uma institut news“ erscheint acht Mal im Jahr zu den Jahreszeitenübergängen. Als Abonnent erhältst du aktuelle Mitteilungen über unsere Ausbildungen und Seminare sowie Angebote zu Naturcoaching, Visionssuche und Ritualgestaltung nach europäischer Tradition.

 

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