David

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Der Lebensweg von David

Nachfolgend gebe ich einen Einblick in wesentliche Stationen meines bisherigen Lebens. Ein tabellarischer Lebenslauf
findet sich hier.

„Ich komme 1980 als David Wagner und erstes von vier Kindern in West-Berlin auf die Welt. 1985 ziehen wir in ein Dorf bei Aachen, wo meine Eltern mit zwei weiteren Familien eine Wohngemeinschaft gründen. Mit nun zehn Kindern, Tieren und einem großen Garten erlebe ich eine bunte, unbeschwerte Kindheit. Die Trennung meiner Eltern fällt mit meinem Auszug nach dem Abitur zusammen, beschäftigt mich aber viele Jahre in der Auseinandersetzung mit eigenen Beziehungen und Männerbildern. Während der Schulzeit und später im Studium zieht es mich in die Welt hinaus. Längere Auslandsaufenthalte in den USA, Polen, Georgien und dem ehemaligen Jugoslawien lassen mich staunend lernen, wie unterschiedlich Menschen die Welt erleben und mit den Herausforderungen des Lebens umgehen.

Ich beginne ein Studium der Kultur- und Sozialwissenschaften in Frankfurt (Oder), Berlin und Berkeley. Mich fasziniert die Frage, wie Werte, Sinn und Weltbilder entstehen, wie Menschen von Kultur geprägt werden und sie doch verändern. Gleichzeitig spüre ich zunehmend, dass die Natur fehlt. Eine Ausbildung in Wildnispädagogik bei Wolfgang Peham eröffnet mir neue Welten. In verspüre den Wunsch, in meinem beruflichen Tun Kultur und Natur in Verbindung zu bringen. Der Klimawandel und die Abgründe unserer Konsum- und Industriegesellschaft erschrecken mich zutiefst. In meinen ersten Berufsjahren in Berlin arbeite ich für den BUND und andere NGOs als Klima-Campaigner und leite Seminare im Bereich Umweltbildung und Globales Lernen. Mit Gleichgesinnten organisiere ich 2009 anlässlich des Weltklimagipfels in Kopenhagen eine große Klimakampagne. Als „Klimapiraten“ segeln wir nach Kopenhagen und erleben dort das Scheitern der Konferenz hautnah mit. Für mich wird diese Erfahrung zum Wendepunkt. Wenn Massendemonstrationen und Konferenzen nicht ausreichen für eine Kehrtwende in Richtung echter Nachhaltigkeit, was dann?

Mit Freunden gründe ich daraufhin „Impuls – die Agentur für angewandte Utopien“ und arbeite drei Jahre als einer der Geschäftsführer. Als Teil einer jungen Szene in Berlin zieht uns die Frage, wie eine Große Transformation in eine nachhaltige Gesellschaft gelingen kann. Wir wissen es nicht, spüren aber, dass Transformation die Ebenen von Bewusstsein und kulturellen Narrativen ebenso umfassen muss wie sichtbare Veränderungen in der äußeren Welt. Und wir ahnen, dass Transformation damit immer auch Selbst-Transformation bedeutet. Ich entdecke inspirierende Leadership-Ansätze wie Theory U und Spiral Dynamics und beginne, als Prozessbegleiter und Coach mit Führungskräften und Unternehmen zu arbeiten. In einer Coaching-Ausbildung mit dem Schwerpunkt Transformational Leadership lerne ich die Prozessarbeit von Mindell, die Heldenreise von Campbell und die Typologie von C.G. Jung kennen.

2011 führt mein Weg zur Visionssuche bei Ursula Seghezzi und Haiko Nitschke. Jenseits der persönlichen Erfahrung sehe ich, dass mit diesem Ansatz jene tiefe Wandlungsarbeit und Verbindung zwischen Mensch und Natur möglich ist, nach der ich gesucht hatte. Nach der transformation in natura® - Ausbildung beginne ich Visionssuchen zu leiten und wachse in die Ausbildungsarbeit hinein. Dass ich mit Ursula nicht nur eine geniale und kreative Partnerin für den Beruf, sondern auch meine Frau für’s Leben gefunden habe, erfüllt mich mit Glück und Dankbarkeit.

Ich freue mich sehr darauf, in den nächsten Jahren den transformation in natura® - Ansatz im Dialog mit Ursula und anderen Menschen weiterzuentwickeln und unser Haus im Wendland zu einem lebendigen und kreativen Ort für Transformationsarbeit zu machen.“